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| Axe-Dosen (fast) im Dutzend |
Unschlagbar leicht, überall zu bekommen und wird in vielen Farbtönen ausgeliefert: AXE Deo. Da wir lieber nach ehrlichem Schweiss als nach Womanizer-Deo müffeln, bauen wir seit 2008 die Zabolampe aus AXE Deo Dosen. Die gibt es in jedem Dogeriemarkt für 2,80€ - und das sogar im Lady-Design...
LED-Technik ist für den Selbstbaubereich noch nicht so unkompliziert, deshalb bauen wir immer noch den OSRAM IRC 20 Watt Halogenstrahler ein. Der hat im Vergleich zu einfachen Halogenspots 30% mehr Lichtausbeute. Die Version mit 24° Öffnungswinkel ist ein guter Kompromiss zwischen Reichweite und Singletrailtauglichkeit für Nachtfahrten. Mit dem Lithium-Ionen-Akku kann man aus den Osram-Halogens bis zu 35 Watt herauskitzeln. Bisher ist uns koch keine durchgebrannt. Es lohnt sich, also den etwas höheren Preis für diese Lampen zu bezahlen.
Alle Teile gibt es bei www.reichelt.de und in jedem Dogeriemarkt. Die Gesamtkosten für eine Lampe mit Akku und Ladegerät liegen bei gut 60€.
Die komplette
Teileliste liegt für Euch schon bei www.reichelt.de
einen Mausklick entfernt bereit (die Stecker der Akkus sind hier nicht enthalten. Die sind bei den Akkuanleitungen dabei). Ihr müsst nur noch eine Dose AXE Deo besorgen.
und so geht's:
Das Gehäuse
Die Basis für die Selbstbaulampe ist eine AXE-Deo-Dose. Sie besteht aus fliessgepresstem Aluminium und hat einen Kunststoffdeckel. Ihr größter Nachteil ist die Füllung. Die riecht komisch und muss vor Gebrauch entfernt werden. Bewährt hat sich hier eine Schraubzwinge, mit der man den Druckknopf der Dose einfach festklemmt. Nach 5 Minuten ist das Deo draussen. Vorsicht! Wer durch den Deostrahl läuft, riecht unweigerlich wie ein Iltis. Deshalb sollte die Bearbeitung der Dose möglichst draussen passieren.
Wer gerne ein bischen mehr Spaß beim Leersprühen hat, kann das Treibgas auch pyrotechnisch einsetzen. Aber hier ist Vorsicht geboten! Und ausserdem würden wir so eine Fackelei natürlich nie machen...

Wenn die Dose leer ist, schlägst Du mit einem Nagel ein Loch mittig in den Boden. Das läßt den letzten Druck entweichen. Keine Angst, das ist nicht viel.

Jetzt ziehst Du den kompletten Kunststoffdeckel ab. Die Dose sägst Du unmittelbar hinter der ersten Kante ab. Das geht am besten mit einem Minitool mit Trennscheibe. Eine feine Säge tut es auch. Beim Sägen musst Du ein bischen vorsichtig sein, daß die Dose beim Sägen nicht verbeult.

Den Kunststoffdeckel nimmst Du so weit auseinander, daß nur noch das äussere Deckelteil übrigbleibt. Den Drücker und das kleine weisse Röhrchen brauchst Du nicht. Evtl geht es nur mit sanfter Gewalt rausuzknacken. Keine Angst, der äussere (wichtige) Teil des Deckels hält viel aus. Diesen äusseren Deckelteil steckts Du wieder auf die Dose. So bleibt er beim Sägen rund. Nun sägst Du ihn so wie auf dem Bild ab. Es bleiben 2-3mm der Riffelung dran. Die drei Kunststoffnasen, die jetzt noch im Deckel sind, schneidest Du mit einem Seitenschneider oder Cuttermesser ab.

Die Dose ist nach dem Sägen scharfkantig. Die solltest Du mit einem Minitool oder eine feinen Rundfeile entgraten.
Jetzt bohrst Du zwei Löcher mit Durchmesser 6,5mm in den Boden der Dose. Für das eine Loch bohrst Du das vorhandene Nagelloch auf. Hier kommt gleich der Schalter rein. Du bohrst noch ein zweites Loch weiter am Rand für das Kabel.
Damit sind die groben Arbeiten bereits erledigt...
Die Elektrik
Die Verkabelung ist kein Hexenwerk. Wir verzichten auf Sicherungen, sondern verwenden gut isolierte Tamiya-Steckverbindungen aus dem Modellbau, die Kurzschlüsse zuverlässig vermeiden. Vergeßt Cinch- und Klinkenstecker. Bei diesen Steckverbindungen kommt es immer wieder zu Kurzschlüssen.
Ein ein Meter langes Kabelstück (zweiadrig) an beiden Enden abisolieren. Auf einer Seite die eine Ader des Kabels an die Zuleitung des Halogensockels löten und mit einem Stück Klebeband isolieren. Zwischen die andere Ader des Kabels und die andere Zuleitung des Sockels den Schalter löten. Kurz hinter dem Schalter einen Knoten ins Kabel machen. Das ist die Zugentlastung, die dafür sorgt, daß das Kabel nicht von den Lötstellen abreissst.

Dann den Kabelbaum durch das äussere Loch in der Dose fädeln, den Schalter im mittigen Loch festschrauben. Am durchgefädelten Ende des Kabels jetzt die TAM Buchse anlöten und die lötstellen mit duct tape isolieren. Daran wird der Akku gestöpselt.

Den Halogensockel auf den Halogenspot, den Spot in den Kunsstoffdeckel und den Deckel auf das Deogehäuse stecken.
Wenn der Deckel nicht stramm genug sitzt, hilft mal wieder - na was wohl - duct tape! Ein schmaler Streifen auf dem Deogehäuse sorgt für den Spielausgleich.
Jetzt sieht das Ganze schon nach einer Lampe aus.
Die Sache mit dem Heissleiter
Wer seine Lampe mit dem Lithium-Ionen-Akku betreiben möchte, braucht einen
Heissleiter (auch NTC oder Einschaltstrombegrenzer genannt). Er überlistet nicht nur die Akkuelektronik, sondern schont auch die Lampe und die anderen Akkutypen beim Einschalten. Warum das so ist, könnt Ihr hier nachlesen.
Der Heissleiter muss in Reihe mit dem Schalter und der Lampe gelötet werden. Im Bild seht Ihr wie es geht. Am besten isoliert Ihr die Beinchen des Heisleiters mit Schrumpfschlauch und bindet diese mit einem kleinen Kabelbinder zusammen. Damit verhindert man zuverlässig, daß dem kleinen Kerl die Beinchen ausgerissen werden.
Noch ein Hinweis: der Heissleiter leitet, wenn er heiss ist (und dadurch nimmt sein Widerstand ab). D.h. er wird im Betrieb warm. Dadurch reduziert er die Lampenleistung ein kleines bischen. Wer das genau wissen möchte, kann es hier nachlesen. Beim Lithium-Ionen-Akku müßt Ihr nach dem Ausschalten der Lampe ca. 30 Sekunden warten, bis sich der Heissleiter abgekühlt und die Lampe erneut einschalten läßt. Beim
NiMh Modellbauakku (Racingpacks) und beim Bleiakku ist der Heissleiter nicht unbedingt nötig.
Und noch ein Hinweis zum Schluss:
Auch für das Fahren mit Licht gelten die Bestimmungen der StVZO! Diese Lampe darf nur auf Privatgelände und dann so verwendet werden, daß niemand geblendet wird. Also schön aufpassen, gell!
Die geniale Idee für dieses Lampengehäuse stammt übrigens von Flo. Vielen Dank für die kreative Idee!
Viel Spaß mit viel Licht im Wald!
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